Samstag, 15. Mai 2010

Regen

Graue Schleier ziehen über die Landschaft

Die Luft ist schwer

Wie die Stimmung


Der Wald wirkt dunkel

Bedrohlich

Einer Höhle gleich

Aus der es kein Entrinnen gibt


Regentropfen fallen von den Blättern

Tränen gleich

Und keiner fängt sie auf


Trommelnd verschafft sich der Regen Gehör

Als ob er erinnern will

An seine beklemmende Gegenwart


In der Natur erkennst du deine Situation wieder

Die Ausweglosigkeit

Die Traurigkeit

Das ständige Vorhandensein der Gegenwart


Du fühlst dich verloren

In einer von dunklen Wolken bedeckten Landschaft


Der düstere, nasse Weg scheint nie zu enden

Der Regen nie zu versiegen


Doch der Kampf findet schon statt

Die ersten Versuche sind noch schwach

Aber mit jedem Mal werden sie stärker

Mutiger


Und schließlich brechen sie durch

Strahlend hell

Verwandeln die dunkle Luft

In den schönsten Regenbogen



Hab ich im Zug geschrieben, als mich das Wetter draußen an eine Bekannte erinnert hat, der es gerade nicht gut ging.