Sonntag, 28. Oktober 2007

Der Himmel weint


Der Himmel weint, wenn es regnet.
Manchmal sind es Freudentränen
Manchmal weint er, weil er traurig ist.
Heute hat er ein lachendes und ein weinendes Auge.
Genauso wie ich.

Herr S. – eine unglaubliche Person.
Vom ersten Augenblick an – eine Verbindung
Die Augen, das Lächeln – Seelenverwandte
Überlebenswille, Güte, Freundlichkeit
Freundschaft auf den ersten Blick
Werde zu ihm hingezogen
Eine unglaubliche Begegnung!

Seine Geschichte
Erschüttert mich
Rührt mich zu Tränen
Lässt mich wieder Hoffnung fassen
Lachen

Ein Mann, der das Leben kennt
Jemand, der das Leben lebt

Kein bisschen verbittert
Aber offen und ehrlich
Er war nie wieder Österreich
Würde sich in der Gegenwart von Gleichaltrigen unwohl fühlen
Spricht seine Ängste und Gedanken aus
Verharmlost nichts
Lässt mich teilhaben an seinen Befürchtungen

„Vergeben, aber nicht vergessen!“
Ein Satz
Mit einer Tiefe, die nicht zu beschreiben ist
Ins Herz trifft
Mitten ins Herz

„Ich sollte eigentlich nicht da sein!“
Wieder so ein Satz
Ein Satz der tief eindringt,
Aufwühlt
Wie ein Sturm das Meer
Die Geschichte dazu
Einen Tag nachdem Herr S. mit dem Kindertransport Österreich verlassen hat, will die Gestapo ihn holen aber er ist nicht mehr da. Andere Kinder werden in den Prater getrieben und später umgebracht
Er nicht

Er ist hier
Um seine Geschichte zu erzählen
Zum ersten Mal
Hat noch nie zuvor sein Herz geöffnet

Ich fühle mich unbeschreiblich
Er hat mir seine Geschichte erzählt
Will im Mai nach Österreich kommen
Nimmt meine Einladung an
„Jetzt habe ich einen Grund, Österreich zu besuchen“
Weil ein Mädchen sich für sein Leben interessiert
Eine Person
Ich

Keine Worte für das was ich fühle
Es hat sich gelohnt
Sehr gelohnt
Freudentränen
Herzklopfen
Ich habe etwas bewirkt
Das Herz einer Person angerührt
Einen Freund gefunden
Es lohnt sich, dass ich da bin!!


Diese Gedicht ist bei meiner Reise nach London im Rahmen des Projekts "A letter to the stars" enstanden.
Und sorry für die Formatierung, ich schaffs grad nicht besser.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Gespräch mit mir

Ich bin ich? - Oder vielleicht nicht?
Du bist du? - Hoffentlich.
Was bin ich? - Woher soll ich das wissen?
Bin ich du? - Hoffentlich nicht!
Bin ich ich selbst? - Ich denke schon.
Oder doch nicht? - Ich denke nicht.
Sehe ich im Spiegel wirklich mein Gesicht? - Ja, leider.
Will ich so sein, wie ich bin? - Also zickig, egoistisch und eitel?
Oder arbeite ich auf etwas andres hin? - Vielleicht nett, brav und lieb?
Nimmst du mich an? - Als Zicke?
Lässt du mich sein? - Eitel wie ich bin?
Was ist der Sinn von meinem Sein? - Das ist eine gute Frage.
Bin ich ich oder doch du? - Jetzt wird’s kompliziert!
Ich glaub ich bin ne blöde Kuh. - Danke!
Ist im Rahmen einer Deutschaufgabe entstanden und ich habs dann noch mit ein paar Vorschlägen von meiner Lehrerin verändert.