Samstag, 15. Dezember 2007

Was ist eine Oma?

Eine Oma ist jemand, der dir zuhört.

Eine Oma ist jemand, der sich über jeden deiner Erfolge mitfreut.

Eine Oma ist jemand, der sich um dich kümmert.

Eine Oma ist jemand, der dir etwas Gutes kocht.

Eine Oma ist jemand, der die Übernachtung bei sich zu einem Abenteuer macht.

Eine Oma ist jemand, der dir erklärt wie die Blume heißt, die am Wegrand blüht.

Eine Oma ist jemand, der dir Geschichten vorliest.

Eine Oma ist jemand, der dir Dinge erlaubt, die du zu Hause nicht machen darfst.

Eine Oma ist jemand, der immer etwas Süßes für dich hat.

Eine Oma ist jemand, der dir etwas schenkt auch wenn nicht Geburtstag oder Weihnachten ist.

Eine Oma ist jemand, der bei dem du im Garten mithelfen darfst.

Eine Oma ist jemand, der mit dir Ausflüge unternimmt.

Eine Oma ist jemand, der sich um dich sorgt.

Eine Oma ist jemand, der schon viel erlebt hat.

Eine Oma ist jemand, der dir von Früher erzählt.

Eine Oma ist jemand, der dich lieb hat.


Das war ein Geburtstagsgeschenk für meine Oma.

Mittwoch, 12. Dezember 2007

No title


Er fuhr schon viel schneller als es erlaubt war, aber trotzdem kam es ihm immer noch viel zu langsam vor. Die Straßenlaternen flitzten nur so an ihm vorbei, und erst als er sich daran erinnerte, wie seine Frau ihn an diesem Morgen geküsst hatte und gesagt hatte, er solle vorsichtig fahren, nahm er den Fuß vom Gaspedal. Er fuhr jetzt vorsichtiger, doch nun hatte er Angst, zu spät zu kommen. Gerade noch konnte er bremsen, als die Ampel auf rot umsprang. Nervös trommelt er mit den Fingern aufs Lenkrad. Endlich wurde es grün. Er stieg aufs Gas. Nun konnte er das Krankenhaus sehen. Ängstlich lenkte er das Auto auf den Parkplatz. Endlich hastete er durch die Tür des Gebäudes und steuerte auf die Dame am Informationsschalter zu. Atemlos erkundigte er sich nach seiner Frau. Die Dame schickte ihn in den fünften Stock. Im Lift trat er nervös von einem Fuß auf den anderen. Schließlich sprangen die Türen auf. Er lief zu dem Zimmer, das ihm die Dame am Informationsschalter beschrieben hatte. Als er gerade die Türklinke hinunterdrücken wollte, wurde die Tür von innen geöffnet und der Arzt trat heraus. „Herr Doktor, bin ich zu spät?“ Der Arzt nickte und führte ihn ins Zimmer. Sein Herz klopfte ihm bis zum Hals als er den Raum betrat.

Dort war sie – seine Frau mit seinem Sohn.

Sonntag, 28. Oktober 2007

Der Himmel weint


Der Himmel weint, wenn es regnet.
Manchmal sind es Freudentränen
Manchmal weint er, weil er traurig ist.
Heute hat er ein lachendes und ein weinendes Auge.
Genauso wie ich.

Herr S. – eine unglaubliche Person.
Vom ersten Augenblick an – eine Verbindung
Die Augen, das Lächeln – Seelenverwandte
Überlebenswille, Güte, Freundlichkeit
Freundschaft auf den ersten Blick
Werde zu ihm hingezogen
Eine unglaubliche Begegnung!

Seine Geschichte
Erschüttert mich
Rührt mich zu Tränen
Lässt mich wieder Hoffnung fassen
Lachen

Ein Mann, der das Leben kennt
Jemand, der das Leben lebt

Kein bisschen verbittert
Aber offen und ehrlich
Er war nie wieder Österreich
Würde sich in der Gegenwart von Gleichaltrigen unwohl fühlen
Spricht seine Ängste und Gedanken aus
Verharmlost nichts
Lässt mich teilhaben an seinen Befürchtungen

„Vergeben, aber nicht vergessen!“
Ein Satz
Mit einer Tiefe, die nicht zu beschreiben ist
Ins Herz trifft
Mitten ins Herz

„Ich sollte eigentlich nicht da sein!“
Wieder so ein Satz
Ein Satz der tief eindringt,
Aufwühlt
Wie ein Sturm das Meer
Die Geschichte dazu
Einen Tag nachdem Herr S. mit dem Kindertransport Österreich verlassen hat, will die Gestapo ihn holen aber er ist nicht mehr da. Andere Kinder werden in den Prater getrieben und später umgebracht
Er nicht

Er ist hier
Um seine Geschichte zu erzählen
Zum ersten Mal
Hat noch nie zuvor sein Herz geöffnet

Ich fühle mich unbeschreiblich
Er hat mir seine Geschichte erzählt
Will im Mai nach Österreich kommen
Nimmt meine Einladung an
„Jetzt habe ich einen Grund, Österreich zu besuchen“
Weil ein Mädchen sich für sein Leben interessiert
Eine Person
Ich

Keine Worte für das was ich fühle
Es hat sich gelohnt
Sehr gelohnt
Freudentränen
Herzklopfen
Ich habe etwas bewirkt
Das Herz einer Person angerührt
Einen Freund gefunden
Es lohnt sich, dass ich da bin!!


Diese Gedicht ist bei meiner Reise nach London im Rahmen des Projekts "A letter to the stars" enstanden.
Und sorry für die Formatierung, ich schaffs grad nicht besser.

Sonntag, 14. Oktober 2007

Gespräch mit mir

Ich bin ich? - Oder vielleicht nicht?
Du bist du? - Hoffentlich.
Was bin ich? - Woher soll ich das wissen?
Bin ich du? - Hoffentlich nicht!
Bin ich ich selbst? - Ich denke schon.
Oder doch nicht? - Ich denke nicht.
Sehe ich im Spiegel wirklich mein Gesicht? - Ja, leider.
Will ich so sein, wie ich bin? - Also zickig, egoistisch und eitel?
Oder arbeite ich auf etwas andres hin? - Vielleicht nett, brav und lieb?
Nimmst du mich an? - Als Zicke?
Lässt du mich sein? - Eitel wie ich bin?
Was ist der Sinn von meinem Sein? - Das ist eine gute Frage.
Bin ich ich oder doch du? - Jetzt wird’s kompliziert!
Ich glaub ich bin ne blöde Kuh. - Danke!
Ist im Rahmen einer Deutschaufgabe entstanden und ich habs dann noch mit ein paar Vorschlägen von meiner Lehrerin verändert.

Sonntag, 20. Mai 2007

Stau

Dicke Luft kommt grau geflossen
Weiter, weiter soll es gehn!
Abgase werden ausgestoßen
Asphalt und Stahl sind nur zu sehn
Hitze staut sich, nicht mehr heiter
Geschrei laut durch die Lüfte weht
Horch, nun geht es knatternd weiter!
Doch schon wieder die Schlange steht


Mir war bei der Deutschschularbeit langweilig, weil ich schon fertig war, und so hab ich einfach das Gedicht, das wir analysieren mussten umgeschrieben. Hier das Original "Frische Fahrt" von Joseph von Eichendorff:
Laue Luft kommt blau geflossen,
Frühling, Frühling soll es sein!
Waldwärts Hörnerklang geschossen,
Mutger Augen lichter Schein;
Und das Wirren bunt und bunter
Wird ein magisch wilder Fluß,
In die schöne Welt hinunter
Lockt dich dieses Stromes Gruß.